Heilpraktikerin Katrin Strumpf

Homöopathie // Psychotherapie // Körperarbeit in Wannweil, Reutlingen

Stressbewältigung

Was ist Stress und was ist Stressbewältigung? Wir alle kennen viele stressbehaftete Redewendungen, Stress ist in aller Munde! Dabei sind sowohl Stress als auch die Stressbewältigung individuell und fühlen sich für jeden anders an. Der eine wird gestresst, wenn zu viele Menschen um ihn herum sind, die andere ist gestresst, wenn sie Familie und Haushalt nicht unter einen Hut bekommt.

„Stress“ bedeutet auf Englisch „Druck“, „Anspannen“ und „Belastung“. Das heißt, es gibt eine Überlastung, ein Übergewicht auf einer Seite – wir sind aus der Balance. Meist ist es so, dass wir in stressigen Situationen nicht das tun, was unserem Kern und unserer wahren Natur entspricht, sondern etwas, das wir meinen tun zu müssen und das von uns erwartet wird. Wir verbiegen uns und wundern uns, wenn das belastend ist.

Außerdem heißt „Stress“ auch  noch „Betonung“ und „Schwerpunkt“. Schwerpunkt und Betonung sind ja nicht negativ. Wenn wir aber gestresst sind, könnten wir sagen, es gibt irgendwo ein Zuviel, z.B. die Betonung in unserem Leben ist einseitig. Wir sind nicht im Einklang, wir sind nicht in unserer Mitte, unserem Schwerpunkt. Wir können uns fragen:  Welche Musik will ich spielen? Wo komme ich als Ton in diesem Musikstück vor? oder weniger metaphorisch: Was sind meine Prioritäten? Welcher Lebensbereich ist mir eigentlich wichtig, hat aber momentan keinen Platz bei mir?

Ursachen von Stress

Um zur Stressbewältigung zu kommen, schauen wir uns erst einmal an, was die Ursachen von Stress sind. Stress kann viele Ursachen haben, verantwortlich dafür sind sowohl äußere Stressfaktoren als auch innere. Auch wenn wir oft von einer „stressigen Umgebung“ sprechen, so sind die inneren Stressoren doch meist die, die uns am ehesten das Wohlgefühl rauben:

  • Perfektionismus, (zu) hohe Anforderungen an sich selbst
  • Angst vor Ablehnung oder Angst vor Verlust
  • Angst vor Verantwortung
  • Geringer Selbstwert, Selbstaufgabe
  • Mangelndes „Ich“, kein klares „Ja“ oder „Nein“
  • Versagensangst
  • Verlassenheitsgefühle
  • Frühkindliche Ablehnung

Äußere Stressoren können sein:

  • Faktor Zeit
  • Anforderungen im Beruf: „Die Wirtschaft ist schwierig“ und „Ich muss alles tun, um meinen Arbeitsplatz zu behalten“ und „Warum ist das noch nicht fertig“
  • Lärm und Dreck in einer Großstadt wie Berlin
  • Entfernung von Freunden und Familie, örtlich oder emotional

Anzeichen von Stress

Kennen Sie diese Sätze?

Mir wächst alles über den Kopf

Das wir mir jetzt zu viel

Ich schaff das nicht

Alles muss ich alleine machen

Das muss ich heute noch schaffen

Dabei darf ich keine Fehler machen

Ich bin ungenügend und nicht richtig.

Anzeichen von Burn-out

Kennen Sie diese Anzeichen?

  • Erschöpfung auf körperlicher und emotionaler Ebene
  • Überforderung in Beziehungen
  • Überforderung oder auch Unterforderung im Beruf
  • Gleichgültigkeit als Folge der Überforderung
  • Misserfolg oder Misserfolgsgefühl obwohl man doch alles tut, es fehlen Erfolgserlebnisse
  • Der Sinn fehlt, sowohl konkret für diesen Tag, als auch für das ganze Leben
  • Zunehmende Ängstlichkeit
  • Gefühl der Wertlosigkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Verdrängen innerer Konflikte und Probleme

Eine Diagnose von Burn-out kann anhand dieser Anzeichen-Liste nicht gestellt werden. Dennoch empfehle ich Ihnen eine therapeutische Begleitung, wenn diese Themen Sie ansprechen und bewegen!

Burn-out und Stressthematiken begleite ich auch mit Hilfe der Homöopathie.

Übungen zur Stressbewältigung

Es gibt sicherlich kein Patentrezept zum Stressabbau. Vielmehr geht es darum, individuell herauszufinden: Warum bin ich gestresst? Was macht mir Druck? Wo gerate ich in Stresssituationen? Wie oft entspanne ich? Auf welche Art und Weise entspanne ich?

Dennoch habe ich hier einige Ideen zusammen gestellt, die bei der Stressbewältigung hilfreich sein können, und wünsche Ihnen, dass eine Inspiration für Ihr eigenes Leben dabei ist!

Erinnern um zu heilen: unser Körper erinnert sich. Sich an stressfreie und entspannte Momente oder Lebensphasen zu erinnern tut gut und hilft uns, wieder mehr Entspannung in unser Leben zu lassen.
„Anamnese“ heißt „erinnern“. So erinnern wir uns im Gespräch oft an alte Muster, an Gutes wie an Schlechtes und allein dieses Erinnern kann uns oft schon helfen zu heilen. Burnout und Stressthematiken begleite ich auch in der homöopathischen Anamnese unter Anwendung der Homöopathie.

Üben um zu erinnern. Entspannungsübungen oder Meditation ist Übungssache. Sich einen Raum nehmen, der einfach nur IST. Und in dem ICH einfach nur BIN. Das ist Üben, das ist Erinnerung, das ist Ganzheit. Wenn wir das spüren, sind „Stress und Entspannung“ kein Thema mehr.

Massagen laden ein, in einem ruhigen Raum, gehalten und berührt zu werden. Bei einer Massage ist es möglich, einfach mal nur „zu sein“ und sich dem Moment hinzugeben. Auch eine Massage mit Freunden, dem Partner oder der Partnerin kann sehr wohltuend sein. Probieren Sie es aus: ohne Druck, mit Spaß und Freude!

Tanz, Sport und Bewegung: Frei nach dem Spruch: „Beweg Dich, dann bewegt sich was“ hilft Bewegung uns, wieder in unseren Fluß zu kommen. Tanzen (freies Tanzen), Sport und Bewegung kann helfen, Stress und Adrenalin abzubauen – wichtig ist immer eine ausgewogene Abwechslung von Stress und Erholung.

Die Gegenwart: Wenn wir Stress empfinden, sind wir nicht im Moment. Wir konzentrieren uns auf Zukünftiges oder hängen an Vergangenem und kriegen im Jetzt alles das nicht „unter einen Hut“ oder fühlen uns überfordert, von dem was kommt. Innehalten und JETZT in diesem Moment sein – das entzerrt die empfundene Zeit und Stresssituation. Folgende Frage kann hilfreich sein: Halten Sie inne. Und fragen sich: Gibt es irgend etwas, was jetzt diesem Moment fehlt? Wenn Sie jetzt gerade innehalten, wird Ihre Antwort vielleicht sein, dass diesem Moment im Jetzt rein gar nichts fehlt.

Drei Schritte tue nach innen,
dann den nach außen… (R. Steiner)