Heilpraktikerin Katrin Strumpf

Homöopathie // Psychotherapie // Körperarbeit in Reutlingen

Prozessorientierte Homöopathie

Haben Sie schon meine Seite über Homöopathie und klassische Homöopathie gelesen? Dies ist die weiterführende Seite zur Vertiefung über die Prozessorientierte Homöopathie – Willkommen!

Leben ist Prozess

Die Prozessorientierte Homöopathie ist eine erweiterte Interpretation der Homöopathie. In der Anwendung der prozessorientierten Homöopathie heißt das, ich beziehe zur Findung des ähnlichsten Mittels auch Träume, Begebenheiten, Erlebnisse, Phänomene, wiederkehrende Muster, sogenannte Zufälle u.v.m. in die Wahl des Arzneimittels mit ein. Gemeinsam mit dem Patienten mache ich mir ein Bild vom Sein des gesamten Menschen, von den Prozessen, die er durchläuft, von den Sorgen und Themen, die ihn oder sie beschäftigen.

Neben dem Wissen über die Schätze der Homöopathie, ihre vielfältigen Mittel, deren Symptome und Anwendungen, bedeutet für mich prozessorientierte Homöopathie und prozesshaftes Arbeiten, mit dem Patienten in Kontakt zu sein und ihn sinnlich zu erfassen. Es bedeutet, mich zu einer „Ähnlich Leidenden“ zu machen, (was “homoion pathos” im Wortsinn bedeutet) und das geeignete Heilmittel zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu erfassen – kurz – auf mich als „Mit-Leidende“ wirken zu lassen, um dann die richtigen Schlüsse für die Gesundung des Patienten daraus zu ziehen.

Prozessorientierte Homöopathie
Homöopathie als lebendige Heilkunst

Ganz konkret bedeutet das: wenn ich in der prozessorientierten Homöopathie neben den Symptomen eines Arzneimittelbildes auch noch gelernt habe, dass jedes Mittel einen bestimmten Geruch hat, dass jedem ein bestimmtes Lied zuzuordnen ist, sich in einem Film wiederfindet oder Träumen von einem bestimmten Tier zuzuordnen ist, dann kann ich auf das Thema des Patienten ganz spontan und fließend eingehen.

Prozessorientierte Homöopathie in der Praxis

Hier ein Beispiel aus der Praxis zur Arzneimittelfindung mit prozessorientierter Homöopathie. Viele Homöopathische Mittel haben das Symptom „PMS“ (Prämenstruelles Syndrom) und „Menstruationsbeschwerden“ wie „Regelschmerzen“.

Zwei Beispiele sollen dies erläutern. Eine Patientin erzählt Folgendes: sie liebe den Film “Die Brücken am Fluss” und würde am liebsten jeden Tag Sahnesoße essen (wenn sie es nur vertragen würde). Außerdem trägt sie eine Blumenbluse und sagt immer wieder “ich dumme Kuh”.

Eine andere Patientin erzählt: sie belege aktuell einen Tango-Kurs, gestern sei sie in der Frida Kahlo Ausstellung gewesen. Sie liebe zwar Griechenland und das Meer, gehe da aber nicht mehr hin, weil sie da immer so viel von Männern angemacht werde (“und das ist das allerletze Macho-Gehabe”).

Beide weisen das gleiche Symptom auf, nämlich Schmerzen bei der Menstruation, doch die Themen sind ganz unterschiedlich. Ich spüre bei der ersten Patientin förmlich die weiche, kuschelige Pulsatilla-Pflanze, während ich bei der zweiten Patientin das zurückhaltende Spiel der Sepia-Tintenfische vor mir sehe.