Heilpraktikerin Katrin Strumpf

Homöopathie // Psychotherapie // Körperarbeit in Wannweil, Reutlingen

Arzneimittelbereiche

In diesm Abschnitt beschreibe ich die Arzneimittelbereiche in der Homöopathie. Dazu gehören die Pflanzenmittel, die Mineralien, die Tierischen Mittel und Sonstige Stoffe.

Pflanzen (der größte Anteil
unseres Arzneimittelschatzes)

Die Pflanzen bilden den größten Bereich der homöopathischen Arzneimittel, so wie zum Beispiel Pulsatilla, Lycopodium, Arnica, Chamomilla, Aconit, Belladonna.

Pflanzen haben eine starke Wirkung auf unsere Emotionen. Themen der Pflanzenarzneien sind oft emotionale Traumata (z.B. Aconit bei Schock).

Mineralien (28% unseres Arzneimittelschatzes)

Über die Mineralien kommt der Mensch in die Materie, die Seele nimmt Platz in einer formgebenden strukturellen Gestalt.

Zu den Mineralien gehören alle Elemente aus dem Periodensystem und deren Verbindungen. Sie sind die Grundlage unserer organischen Welt, das Baumaterial des Lebens, sie geben uns die materielle, reale Form und Struktur. (organisch = Stoffe biologischer, belebter Herkunft).

Reine Metalle: Ferrum metallicum (Eisen), Aurum met. (Gold), Magnesium

Andere reine Elemente: Arsen, Phosphor, Sulfur, Calcium

Verbindungen von Elementen: Ferrum phosphoricum, Calcium phosphoricum

So genannte alchimistische Mittel: (durch chemische Transformation gewonnene Stoffe): Causticum, Hepar Sulfuricum

Am Beispiel Calcium: Element mit mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht, 99% des Calciums in Knochen und Zähnen –> unser Gerüst. Calcium-Thema: Wunsch nach Sicherheit und Halt.

Thema der Mineralien sind Struktur, Halt, Form und Gestalt. Die Mineralien ermöglichen uns, Formen und Strukturen zum Ausdruck zu bringen. So kann der Mensch in seine Selbstdarstellung gehen und in die Organisation seiner Persönlichkeit und seiner Umgebung finden.

Tiere und Tiermittel (bisher 8% unseres Arzneimittelschatzes)

Constantin Hering (ein deutsch-US-amerikanischer Arzt, der die Homöopathie nach Amerika brachte) führte die tierischen Arzneimittel in die Homöopathie ein.

Bedeutung der Tiermittel: sie haben eine besondere Ähnlichkeit zum Menschen, weil sie unsere nächsten Verwandten sind und ähnliche Bedürfnisse haben wie wir (Hunger, Fortpflanzung, Gemeinschaft). Besondere Bedeutung kommt dabei den Säugetieren zu.

Milche: Lac caninum (Hundemilch), Lac lupi (Wolfsmilch), Lac equinum (Pferdemilch), Lac delphinum (Delfinmilch)

Die Milche tragen das Thema des nährenden Prinzips in sich, und schon Kent sagte: „Die Milche werden unsere homöopathische Zukunft sein“.

Spinnen: Aranea diadema (Kreuzspinne), Latrodectus mactans (Schwarze Witwe), Tarantula

Schlangen: Lachesis (Buschmeisterschlange), Vipera berus (Kreuzotter),
Naja tripudiens (Brillenschlange).

Spinnen und Schlangen entsprechen uralten Archetypen. Die Spinne der Urmutter, die Schlange als Symbol des Bösen und der Verführung

Insekten: Apis (Honigbiene), Vespa (Wespe)

Andere Tiermittel: Sepia (Tintenfisch), Bufo rana (Kröte), Elfenbein (Elefantenzahn)

Die Homöopathie ermöglicht uns auf wunderbare Weise unsere animalischen Anteile in uns anzunehmen und zu integrieren.

Krankheitsprodukte/Erreger: Nosoden, Organpräparate: Sarkoden

Werden homöopathische Arzneimittel aus den Erregern oder Ausscheidungen infektiöser Krankheiten gewonnen, so nennt man diese Arzneimittel Nosoden (Nosos, griechisch = Krankheit). Werden die Arzneimittel aus menschlichem oder tierischem Gewebe, egal ob gesund oder krank, gewonnen, so nennt man diese Arzneimittel Sarkoden.

Beispiele für Nosoden: Tuberculinum, Medhorrinum, Psorinum, Syphillinum, Luesinum, Carcinosinum

Beispiele für Sarkoden: Mischblut (Sanguis hominum), Nabelschnurblut, Placenta, Thyreoidinum

Um Nosoden/Sarkoden als Verschreibung in Betracht zu ziehen, wird wie immer die Gesamtheit der Symptome betrachtet , d.h. die höchstmögliche Ähnlichkeit vom Patienten zum Arzneimittelbild. Zum Beispiel kann bei einem Patienten mit der Diagnose Tuberkulose das homöopathische Tuberculinum in Betracht kommen, oft kann aber ein anderes Konstitutionsmittel angezeigt sein, weil es ähnlicher und daher passender ist. Tuberculinum könnte in so einem Fall zu gleich und nicht ähnlich genug sein.

Sonstige Stoffe

Künstliche Stoffe: In unserer modernen Welt wird der Mensch oft mit künstlichen Stoffen konfrontiert. So liegt es nah auch diese in der Homöopathie zu nutzen, um auf diese Weise den Menschen in seiner derzeitigen Umgebung ganzheitlich zu begreifen.

Plastik: Plastik als leichter, wiederverwertbarer, billiger Kunststoff. Der moderne Stoff, der uns überall umgibt.
Idee zur Plastik-Krankheit: Mensch fühlt sich „künstlich“ und „unecht“, nicht geehrt oder minderwertig (wie Kunststoff zu Wertstoff). Idee zum Plastik-Potential: Vielseitig einsetzbar, formbar, zeitgemäß, Unzerstörbarkeit durch „Recycling“ der eigenen Identität. (Quelle und Idee: Sandra Voigt und Katrin Strumpf)

Zucker: Die Natur schenkt uns in geringem Maße den Zucker. Materiell in Form von Honig (Blütennektar), süßen Früchten, Wurzeln oder Stängeln. Dieses Geschenk ist wie eine Verheißung paradiesischer Verhältnisse, süßes Leben ohne Mühsal. Die Versuchung, dieses Leben erlangen zu wollen, ist groß, wie der Zuckerkonsum in unserer Kultur beweist. Zucker ist konservierte Arbeit bzw. Energie für alle Prozesse des Gestaltens der Welt. (Quelle: Michael Geisler, Narayana Verlag)

und viele mehr!

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